„schachmatt“
5.00 uhr.
der wecker wirft uns aus dem gemütlichen matratzenlager der schaubachhütte auf 2.573m. wir schauen aus dem fenster. es schneit. verdammt! eigentlich war schönes wetter gemeldet. wir überlegen ob wir es dennoch wagen sollten in unsere neue nordwand-tour einzusteigen.
nach einem kurzen frühstück gehen wir im dunkeln und bei regem schneefall mit den skiern zum einstieg und stehen bald darauf im schneesturm unter der steilen einstiegswand. die ersten überhängenden 85 meter schützen uns gut vor lawinen und wir sortieren unser material. wir haben uns entschieden aufgrund der schlechten wetterbedingungen nur im unteren, technisch sehr schwierigen wandteil zu klettern und die fels seillängen zu probieren. kurz bevor wir einsteigen reißen die wolken plötzlich auf. wolkenloser horizont. ich schaue meinen bruder an und weiß, dass er genau dasselbe denkt wie ich: rock&roll baby - heute fällt der könig! wir sind guter dinge und überzeugt es heute bis zum gipfel zu schaffen. 1.200 meter fels, eis, schnee und einer der schwierigsten anstiege der ostalpen liegen vor uns...
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